Die Frage nach dem langsamen Geld

Heute:  Fragen die die Welt bewegen.

Warum dauert es eigentlich drei Tage bis eine Online-Banking Überweisung beim Empfänger ankommt? Das läuft alles digital. Rechner machen kein Wochenende. Wir leben im Jahr 2011!

Wird so eine Online Überweisung bei der Bank noch mal ausgedruckt, durchläuft dann sechs Bürokratieabteilungen die ihren Stempel drauf drücken und dann wird letztenendes ein berittener Bote mit dem Barbetrag losgeschickt um das Geld zur Empfängerbank zu bringen. Wird dort dann ein ähnliches Szenario rückwärts noch mal abgefahren? Gebucht wird das Geld erst, wenn der Bote zurück ist und die Empfangsquittung drei mal gestempelt wurde.

Was macht das System so langsam? Ehrlich, das würde mich mal interessieren.  Manchmal denke ich mir, dass es schneller ist, das Geld mit der Post zu schicken. Da isses nämlich in der Regel spätestens nach zwei Tagen da. Und die haben wenigstens noch eine Rechtfertigung am Wochenende nicht zu arbeiten. Denn da arbeiten immer noch Menschen.

Wissenschaft für zuhause: Nicht-newton’sche Fluide

Letztens wurde in einer meiner Lieblingsserien (Anschautipp: The Big Bang Theory) etwas gezeigt, dass ich sehr interessant fand. Nicht-newton’sche Fluide.

Erster Gedanke: Was zum Teufel soll das sein?! Also mal die gute Wikipedia gefragt und erfahren, dass es sich dabei grob ausgedrückt um Flüssigkeiten handelt, die sich bei Krafteinfluss verhalten wie Festkörper.

Wie kann man sich das vorstellen? Naja wenn man beispielsweise einen Löffel hineinsteckt kann man langsam und gemütlich umrühren. Rührt man aber schneller, merkt man wie es zunehmend schwerer geht. Oder man kann damit einen Kugel formen, indem man das Zeug wie einen Knödel in den Händen formt. Hört man mit den Rollbewegungen auf, zerfliesst das Gebilde.

Klingt nach Spass. Dachten wir und haben uns mal damit probiert. Erste Erfahrung: Mit einer Mehl-Wasser-Mischung klappt es nicht. Eine Internet-Recherche und ein paar Gespräche mit kompetenten Menschen (Ja Stefan, das soll ein Lob darstellen 😉 ) brachten uns so weit, dass es wohl mit Speise- oder Maisstärke und auch mit Soßenbinder sehr gut funktionieren soll.

Also wieder ran an den Speck. Und tatsächlich. Mit Speisestärke (Mischungsverhältnis ca. 3 Teile Stärke zu 2 Teilen Wasser, man merkts aber ganz gut beim zusammenrühren, wann man ne gute Mischung hat) funktioniert das Ganze wirklich prima und wir haben nen ganzen Abend gebazelt und Gaudi gehabt.

Als Gipfel haben wir das Fluid mal in einen Lautsprecher gegeben (mit Frischhaltefolie drunter, damit der Lautsprecher nicht kaputt geht) und das ganze mit einem Sinuston (Frequenzen zwischen 40 und 80 Hertz haben sehr gut funktioniert) beschallt. Da bilden sich dann lustige Finger und Figuren.

Hier ein kleines Video unserer Abenteuer:

Neuer Blender Film: Sintel

Die Blender Foundation hat nach Elephants Dream und Big Buck Bunny einen weiteren ihrer liebevoll animierten Open-Movies veröffentlicht.

Auch dieses mal kann man sehr gut sehen, wie viel man mit Open-Source Software erreichen kann. Der neue Film Sintel kann auch gut mit aktuellen CGI-Kinofilmen mithalten. Allerdings hat Sintel halt nur eine Spielzeit von einer knappen viertel Stunde.

Der Film handelt von dem Mädchen Sintel, das einen Drachen sucht, den sie aufgepäppelt hat und der dann von einem großen Drachen entführt wurde. Am besten selbst anschaun (Download der Filme auf den jeweiligen Seiten, teilweise sogar in Auflösungen größer als Full-HD).

Ja was denn nu?

Mein Vertrag für Telefon und DSL läuft Ende des Jahres aus. Wie schon fast erwartet, meldete sich die Kundenbetreuung telefonisch um mir einen Vertragswechsel und eine Verlängerung schmackhaft zu machen. Nur wie!

Da wurde mir (FYI: Ich bin 28 Jahre alt) doch angeboten, in den Seniorentarif zu wechseln. Als ich dann etwas irritiert erklärte, dass ich doch noch gar kein Senior wäre, erklärte man mir, dass der Tarif demnächst in Spartarif umbenannt werden soll und ich mich davon nicht verwirren lassen soll. Allerdings konnte mir der gute Mann der Kundenbetreuung nicht versichern, dass alles so bleibt wie ich es aktuell habe. Er meinte nur, dass der Seniorentarif monatlich nur noch knapp die Hälfte von dem kosten würde was ich bisher bezahle. Deshalb hab ich hier mal noch keinem Vertragswechsel zugestimmt, sondern wollte mich erstmal selbst informieren, was es für Möglichkeiten gibt und mich noch mal mit der Hotline bzw. (wie von dem Kundenbetreuer empfohlen) mit einem Shopmitarbeiter besprechen.

Die Homepage des Anbieters bot trotz intensiver Suche keinerlei Information bezüglich eines Senioren- bzw. eines Spartarifes. Daraufhin rief ich die (löblicherweise kostenlose) Kundenhotline an und erzählte dort einigen der Mitarbeiter (wurde diverse Male weiterverbunden) die eben erlebte Geschichte. Jedes Mal nur Verblüffung, denn keiner dort kannte oder wusste von einem Senioren- bzw Spartarif.

Update 29.09.2010, 13:32 Uhr: Ich habe soeben zwei Shops meines Telefonanbieters besucht und in beiden bin ich mit meiner Geschichte auf fassungslose und irritierte Gesichter gestossen. Auch in den Shops war der Senioren- bzw. Spartarif vollkommen unbekannt.

Blogparade

Der Caschy verlost auf seinem Blog ein neues Notebook für die Teilnehmer an seiner Blogparade.

Da mein Blog vornehmlich auf meiner altem Möhre, einem sieben Jahre alten Targa Visionary XP-210 Notebook (Athlon XP mobile 2600, 512MB Ram, 15″) entsteht, seh ich hier mal die Chance eventuell ein neues Autoren(renn)auto abzustauben. Wenn ein Notebook sieben Jahre  lang seinen Dienst tut, kann man nicht drüber klagen. Gutes Stück, aber langsam halt etwas schwach auf der Brust für viele Inhalte und Anwendungen (720p Wiedergabe klappt nicht, 480p nur ruckelig, allein der Browser füllt mit einigen geöffneten Tabs den kompletten RAM, das angewiesen sein auf eine PCMCIA-WLAN-Karte,…). Auch ein paar Altersschwächen haben sich schon entwickelt. So funktioniert beispielsweise der DVD-Brenner nicht mehr und der Akku hält noch ganze 4 Minuten durch. Da mein Studentenbudget leider momentan nichts neues zulässt, hoffe ich auf Fortuna (sprich random.org).

Ein anderes Plätzchen, an dem ich blogge hab ich schon mal vor ner Weile in nem anderen Beitrag vorgestellt. Hier noch mal das Foto von damals.

Sollte ich mal unterwegs (beispielsweise in der Uni) sein, hab ich auch immer noch meinen Eee-PC der ersten Generation mit am Start um gegebenenfalls schnell mal was verbloggen oder lesen zu können.Nähere Fakten zu den beiden zuletzt erwähnten Geräten finden sich im oben erwähnten älteren Beitrag.

Das Abenteuer seines Lebens

Großvenediger von der Zugspitze aus gesehen
Der Großvenediger von der Zugspitze aus gesehen (Bildquelle CC-BY-SA-2.5 Veit Müller)

Einmal über die Alpen gehen. Klingt für mich nach Wahnsinn. Aber wenn man ein bißchen forscht, gibt es viele, die eine Nord-Süd-Überschreitung der Alpen machen.

Ein Kumpel von mir ist gerade dabei, die Alpen von Osten nach Westen zu überqueren. Frei nach dem Motto „vom Watzmann zum Mont Blanc“.

Schon als kleiner Bub war er viel mit seinen Eltern in den Bergen beim Wandern unterwegs. Und als er älter wurde entwickelte er eine richtige Passion für den Alpinismus, die nicht nur mehr das Wandern umfasste. Er fing an zu klettern, skiwandern und klettert auch gern mal mit Steigeisen in gefrorenen Wasserfällen.

Nun, nachdem er sein Diplom in Geographie an der Uni in München erfolgreich absolviert hat, ist er gerade dabei, sich einen Traum verwirklichen bevor er ins Berufsleben startet. Er überquert die Alpen von Osten nach Westen. In einer intensiven Planungsphase suchte er sich seine Wanderroute die er gehen, die Gipfel die er erklimmen und die Hütten in denen er die Nächte verbringen möchte heraus.

Mit nur 13 Kilo Gepäck ist er nun vor zwei Wochen losmarschiert. Allein. Immer mal wieder meldet er sich via Internet oder Handy um ein wenig Kontakt zu seinen Lieben und seinen Freunden zu halten und zu zeigen, dass bei ihm alles beim Besten ist.
Auf seiner Route sind auch einige Tagestouren vorgesehen, für die er zusätzliche Ausrüstung benötigt. Befreundete Alpinisten unterstützen und begleiten ihn auf diesen Routen und bringen ihm die zusätzlichen Ausrüstungsgegenstände mit.

Für die Besteigung des Großvenediger beispielsweise war eine Gletscherwanderung auf dem Obersulzbachkees vorgesehen. Gletscher begeht man auf Grund der Gefahren durch Gletscherspalten immer in Seilschaften aus mehreren Personen. Dafür fuhren einige Freunde von ihm mit dem Auto in die Hohen Tauern, um ihn bei der Besteigung zu begleiten und ihm die nötigen Ausrüstung wie Steigeisen, Eispickel, Klettergurt, Karabiner, Gletscherzeug, Hochtourenausrüstung, Seil und Helm zu liefern.

Seine geplante Strecke ist ungefähr 500 km Luftlinie lang. Real dürften es aber so zwischen 1500 und 2000 km Fußweg sein, die er vor sich hat. Nach einem groben Überschlag vor seiner Abreise meinte er, dass er so zwischen 60 und 70 000 Höhenmeter auf seiner großen Reise überwinden wird.

Pro Woche Wanderzeit hat er ein bis zwei Tage Regenerationszeit auf Hütten oder in Pensionen vorgesehen. Geplant ist, dass er im Oktober zur zweiten „Wiesn-Woche“ wieder nach München zurückkehrt und nach letzten Informationen liegt er gut in seinem Zeitplan.

Eventuell offline

Da mein Hoster momentan seine Hostingpakete umstellt und alle Kunden auf neue Server migriert und in diesem Zuge auch eine Umstellung des Kundenpanels von Plesk auf Cpanel stattfindet kann es sein, dass der Blog, das Forum und die Bildergalerie diese Woche einen oder zwei Tage nicht erreichbar sind.

Bei der Umstellung von Plesk auf Cpanel ändern sich nämlich die Datenbankzugangsdaten und ich muss diese geänderten Daten dann von Hand in die Konfigurationsdateien der Blog-, Foren- und Galeriesoftware ändern. Da ich ja nicht andauernd online sein kann und auch nicht weiss, wann genau die Umstellung  stattfindet, kann es zu genannten Downtimes kommen.

Natürlich werde ich diese Woche meine Mails noch öfter kontrollieren und überall mein Netbook dabei haben um möglichst schnell reagieren zu können. Aber eine dauerhafte Erreichbarkeit kann ich nun mal nicht garantieren, weil ich schließlich auch nur ein Mensch bin und neben dem „Online-Leben“ auch noch ein Real-Life habe. 😉

Wenn Opera nicht so gut wäre…

… wäre er schon längst von meinen Rechnern (Windows UND Linux) verschwunden.

Version 10.5 und die flott nachgeschobene 10.51, die etliche Fehler an der 10.5 korrigiert, wurden in meinen Augen nur wegen der Browser-Choice Geschichte so schnell auf den Markt geworfen. Seitdem ich 10.5(1) installiert habe, zickt mein Opera brutal viel rum. Solche Probleme kannte ich von keiner der Vorgängerversionen.

Hier die Probleme die mich am meisten stören:

  • 10.5 stürzte permanent und nicht nachvollziehbar ab, was aber schon mit 10.51 deutlich besser wurde.
  • Bilder verschwinden von den angezeigten Webseiten, sobald die Webseite eine Weile in einem Hintergrundtab geöffnet ist.
  • Am meisten nervt mich jedoch der Fehler „Warte auf DNS-Bestätigung der Cookie-Domain(s)“. Grundlos und nicht nachvollziehbar tritt das bei Seiten auf denen man sich anmelden muss (also quasi allen) auf. Dann geht erstmal gar nichts mehr, es sei denn man leert den Browsercache, löscht alle Cookies, setzt den Login-Status für alle Seiten zurück und startet Opera komplett neu (entgegen den Anleitungen, die ich auf diversen Seiten im Netz gefunden habe ist bei mir der letzte Schritt notwendig).
  • Sehr nervig finde ich auch, dass es irgendwie erbärmlich lange dauert (zumindest auf meinem zugegebenermaßen schon etwas betagten) Notebook. Brutale Festplattenaktivität sorgt für Unbenutzbarkeit des Laptops für bis zu 5 Minuten. Firefox, Chromium-basierte Browser und selbst der IE beschäftigen den Rechner nach dem Klick auf den Beenden-Button maximal so 10 Sekunden.

Wenn man das so liest, könnte man meinen ich würde mich nur über Opera aufregen. Aber wie schon in der Überschrift gesagt, Opera überspielt in meinen Augen all diese Schwächen mit seinen unzähligen, genialen und auf dem Browsermarkt einmaligen Funktionen. Schneller, unkomplizierter und effizienter kann ich auf keinem anderen Browser surfen und arbeiten, e-mailen, RSS-lesen, teilweise sogar chatten, usw usf.

Ich glaube aber, dass ich die Lobeshymnen auf einen späteren Beitrag verschiebe. Dieser hier soll primär dazu dienen, meinen Frust abzulassen ;)…