Neuer Name, neuer Ansatz

Nein … nicht das Blog hier, sondern eine der Linux-Distributionen, die hier ihren Einsatz finden.

Aus Eeebuntu wird Aurora.

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Was ist denn das eigentlich?

Die Distribution hatte es sich von Anfang an vorgenommen (und auch enorm gut umgesetzt!!) möglichst auf allen Asus Eee-Pc Modellen lauffähig zu sein. Das Problem daran waren die geringen Bildschirmauflösungen der Netbooks und die etwas exotische WLAN-Hardware.  Damit das ganze auch noch für den User bedienbar bleibt und eine breite Softwareauswahl zur Verfügung steht wurde in den Versionen Eeebuntu 1.0 bis Eeebuntu 3.0 Ubuntu als „Unterbau“ gewählt und entsprechend modifiziert. Ausserdem haben die Entwickler noch einige eigene Anwendungen geschrieben, die das Leben so viel angenehmer machten.

Um eine möglichst breite Nutzergruppe anzusprechen wurden teilweise bis zu vier Editionen einer Version herausgegeben. Base für diejenigen, die Gnome benutzen wollten aber sich ihre Software selbst aussuchen wollen, Standard mit jeder Menge vorinstallierter Standardsoftware, NBR mit dem Ubuntu Netbook Remix als grafische Oberfläche und zuletzt wurde noch eine LXDE Version angeboten, die die sehr ressourcenschonende grafische Overfläche LXDE verwendete.

Warum der Namenswechsel?

Vor Version 4.0 gab es ziemliche Diskussionen der Entwickler untereinander, weil Ubuntu als Untergerüst teilweise ziemliche Nachteile mit sich brachte. Darum entschied man sich dazu, nicht mehr auf Ubuntu, sondern auf dessen „Mutterdistribution“ Debian zu setzen.

Damit die Nutzer aber auch weiterhin auf eine breite und möglichst aktuelle Softwarepalette zugreifen können, wurde Debian Unstable als Basis gewählt und modifiziert.

Da Canonical ziemlich darauf achtet wo und wie *buntu verwendet wird, gab es nach der Abkehr von Ubuntu als Basis wohl Ärger mit Canonical wegen des Namens.

Ein anderer Grund für den Namenswechsel war, dass man sich nach der Abkehr von Ubuntu auch als eigenständige Distribution darstellen wollte. Darum wurde im Supportforum dazu aufgerufen, neue Namen und auch Artwork-Vorschläge einzubringen.

Was bringt Aurora so alles neues?

Die Eeebuntu Version 4.0 beta1 war der erste Schritt weg von Ubuntu hin zu Debian. Namensvorschläge wurden von den Nutzern an die Entwickler gesandt. Aber um erstmal das Problem des Namens zu umschiffen wurde aus Eeebuntu vorübergehend erst einmal nur EB.

Nachdem die Entwickler sich nun intern beraten und auf den neuen Namen geeinigt hatten machten sie sich daran die neue (viel bessere) Homepage (mit Blog, Wiki und nem Haufen anderer Sachen -> selbst anschaun!) auf die Beine zu stellen und entwickelten einen richtigen Communitygedanken dabei. So können die Nutzer beispielsweise Pakete adoptieren. Das heisst, dass wenn einem ein Paket am Herzen liegt, man dafür sorgen kann, dass immer die aktuellste Version in den Repositories liegt. Dazu muss man sich allerdings damit auskennen, wie man aus dem Quellcode einer Software ein .deb Installerpaket erstellt.

Eine weitere „soziale“ Komponente des neuen Betriebssystems sollen sogenannte Guides sein. Dafür können User und Entwickler Guides, How-Tos, Softwarevorstellungen und sonstige Tipps und Tricks aufschreiben und einreichen. Diese sollen dann online abrufbar sein und auch regelmäßig als gedruckte Fassungen erscheinen.

Um stets aktuell zu bleiben will man auf „rolling releases“ zu setzen. Das heisst, dass nicht jedes halbe Jahr (oder so) eine neue Version herauskommt, sondern dass stets das System über den Update-Manager aktuell gehalten werden kann. Was allerdings angedacht ist, ist das Veröffentlichen von aktualisierten Installations-CDs jedes halbe Jahr, damit man dann nicht so viele Updates aus dem Internet herunterladen muss.

Aktuell gibt es noch keine offizielle Version von Aurora, sondern man soll noch die EB4 beta1 installieren. Demnächst ist eine Aurora 0.5 beta2 angedacht, in der dann der neue, selbstentwickelte Installer Exogenesis zum Einsatz kommen soll. Weiterhin wird auch noch (das schon seit EB3 enthaltene Eigenbauprojekt Jupiter zum Einstellen von Hardware-Stromsparmaßnahmen wie „WLAN-an/aus“, „Bluetooth-an/aus“, …) weiterentwickelt und auch in der neuen Version enthalten sein.

Wer näheres wissen möchte kann ja mal auf der Homepage vorbeischaun oder einfach die beiden erklärenden Blog-Posts über alle Neuerungen lesen (Beitrag 1, Beitrag 2).

Ich warte gespannt und werde weiterhin berichten. 🙂

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2 Kommentare

  1. Hi, dein erster Link in diesem Blog-Post geht leider ins leere… werde mir AuroraOS auch mal genauer anschauen, danke für den Beitrag 🙂

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