Ja was denn nu?

Mein Vertrag für Telefon und DSL läuft Ende des Jahres aus. Wie schon fast erwartet, meldete sich die Kundenbetreuung telefonisch um mir einen Vertragswechsel und eine Verlängerung schmackhaft zu machen. Nur wie!

Da wurde mir (FYI: Ich bin 28 Jahre alt) doch angeboten, in den Seniorentarif zu wechseln. Als ich dann etwas irritiert erklärte, dass ich doch noch gar kein Senior wäre, erklärte man mir, dass der Tarif demnächst in Spartarif umbenannt werden soll und ich mich davon nicht verwirren lassen soll. Allerdings konnte mir der gute Mann der Kundenbetreuung nicht versichern, dass alles so bleibt wie ich es aktuell habe. Er meinte nur, dass der Seniorentarif monatlich nur noch knapp die Hälfte von dem kosten würde was ich bisher bezahle. Deshalb hab ich hier mal noch keinem Vertragswechsel zugestimmt, sondern wollte mich erstmal selbst informieren, was es für Möglichkeiten gibt und mich noch mal mit der Hotline bzw. (wie von dem Kundenbetreuer empfohlen) mit einem Shopmitarbeiter besprechen.

Die Homepage des Anbieters bot trotz intensiver Suche keinerlei Information bezüglich eines Senioren- bzw. eines Spartarifes. Daraufhin rief ich die (löblicherweise kostenlose) Kundenhotline an und erzählte dort einigen der Mitarbeiter (wurde diverse Male weiterverbunden) die eben erlebte Geschichte. Jedes Mal nur Verblüffung, denn keiner dort kannte oder wusste von einem Senioren- bzw Spartarif.

Update 29.09.2010, 13:32 Uhr: Ich habe soeben zwei Shops meines Telefonanbieters besucht und in beiden bin ich mit meiner Geschichte auf fassungslose und irritierte Gesichter gestossen. Auch in den Shops war der Senioren- bzw. Spartarif vollkommen unbekannt.

Wenn Opera nicht so gut wäre…

… wäre er schon längst von meinen Rechnern (Windows UND Linux) verschwunden.

Version 10.5 und die flott nachgeschobene 10.51, die etliche Fehler an der 10.5 korrigiert, wurden in meinen Augen nur wegen der Browser-Choice Geschichte so schnell auf den Markt geworfen. Seitdem ich 10.5(1) installiert habe, zickt mein Opera brutal viel rum. Solche Probleme kannte ich von keiner der Vorgängerversionen.

Hier die Probleme die mich am meisten stören:

  • 10.5 stürzte permanent und nicht nachvollziehbar ab, was aber schon mit 10.51 deutlich besser wurde.
  • Bilder verschwinden von den angezeigten Webseiten, sobald die Webseite eine Weile in einem Hintergrundtab geöffnet ist.
  • Am meisten nervt mich jedoch der Fehler „Warte auf DNS-Bestätigung der Cookie-Domain(s)“. Grundlos und nicht nachvollziehbar tritt das bei Seiten auf denen man sich anmelden muss (also quasi allen) auf. Dann geht erstmal gar nichts mehr, es sei denn man leert den Browsercache, löscht alle Cookies, setzt den Login-Status für alle Seiten zurück und startet Opera komplett neu (entgegen den Anleitungen, die ich auf diversen Seiten im Netz gefunden habe ist bei mir der letzte Schritt notwendig).
  • Sehr nervig finde ich auch, dass es irgendwie erbärmlich lange dauert (zumindest auf meinem zugegebenermaßen schon etwas betagten) Notebook. Brutale Festplattenaktivität sorgt für Unbenutzbarkeit des Laptops für bis zu 5 Minuten. Firefox, Chromium-basierte Browser und selbst der IE beschäftigen den Rechner nach dem Klick auf den Beenden-Button maximal so 10 Sekunden.

Wenn man das so liest, könnte man meinen ich würde mich nur über Opera aufregen. Aber wie schon in der Überschrift gesagt, Opera überspielt in meinen Augen all diese Schwächen mit seinen unzähligen, genialen und auf dem Browsermarkt einmaligen Funktionen. Schneller, unkomplizierter und effizienter kann ich auf keinem anderen Browser surfen und arbeiten, e-mailen, RSS-lesen, teilweise sogar chatten, usw usf.

Ich glaube aber, dass ich die Lobeshymnen auf einen späteren Beitrag verschiebe. Dieser hier soll primär dazu dienen, meinen Frust abzulassen ;)…

Bedenkliche Umstände

Momentan läuft im Fernsehen des öfteren ein Werbespot der das Urlaubsland Israel (zu sehen hier: goisreal-TV-Spot) anpreist.

Unter anderem werden in dem Spot auf die vielfältigen Bedeutungen des hebräischen Wortes Schalom (u.a. „Hallo“, „Willkommen“, „Wir freuen uns, dich zu sehen“ und „Frieden) eingegangen.

Ich finde es äußerst bedenklich diesen Werbespot  auszustrahlen, wenn momentan die Medien eher über weniger einladende Thematiken aus eben dem beworbenen Land berichten.

Warum ich hierüber ein Wort verliere?

Weil ich den Spot eben im TV gesehen habe und zufälligerweise im gleichen Moment  eine Spiegel-Online News („Israel bombardiert Ziele im Gaza-Streifen“) gelesen habe.  Das ich mir dabei gedacht habe, dass diese Werbung momentan doch etwas  unangebracht ist (nicht nur, weil Touristen in ein Land im Krieg eingeladen werden, sondern auch weil mit „Frieden“ geworben wird, obwohl Israel ja die momentan laufende Offensive gegen die Hamas im Gaza-Streifen angefangen hat)

Datenpannen überall

Zur Zeit häufen sich die Vorfälle in denen Festplatten, USB-Sticks, Blackberries, Laptops,… die persönliche Daten von Bürgern oder Kunden enthalten Unternehmen oder Regierungen abhanden kommen.

Da verliert man leicht den Überblick. Aber man sollte sich immer vor Auge halten, dass man eben eventuell auch selbst betroffen sein könnte. Das hat sich René auch gedacht und angefangen solche Datenlecks zu sammeln, dokumentieren und archivieren. Er möchte so einen Überblick über die Verursacher, die verloren gegangenen Daten und den Vorgang des Verlusts schaffen. Da das allein sowohl weniger Spass macht, als auch recht viel Arbeit ist, hat er sich Richi mit ins Boot geholt, der ihn als Autor unterstützt.

datenleck

Dazu hat er eine eigene Archivierungssoftware geschrieben, die seinen Bedürfnissen gerecht wird und eine passende Domain registriert.

http://datenleck.net

Das er damit den Zahn der Zeit und eine Marktlücke gefunden hat, zeigt Platz 4 in einer Google Suche nach „datenleck“ (Stand 17.01.2009, 13:51Uhr).

Wenn euer Interesse geweckt wurde, könnt ihr ja mal vorbeisurfen, ein bißchen stöbern und/oder den RSS-Feed abbonnieren.

KFZ-Servicewüste

Eigentlich sollte in der momentanen Krisenzeit (ja in der KFZ Industrie kann man wirklich davon sprechen), von Seiten der Automobilhersteller alles getan werden, um den Kunden zufrieden zu stimmen.

Ich durfte mal wieder das Gegenteil erleben. Mein Innenspiegel ist mir runtergefallen. Die Verklebung mit der Frontscheibe ist einfach in die Jahre gekommen und hat an Klebekraft verloren.

Also hab ich mir den Spiegel mal angeschaut und sofort gesehen, dass er mittels eines Klebepads befestigt war, wie man auf dem folgenden Bild erkennen kann.

IMG 0363

Nun war ich eh grad mit dem Auto unterwegs und bin zum Opel Händler hier am Ort gefahren. (Ich fahre einen Daewoo. Daewoo gehört zu General Motors, genau wie Opel. Unter der Haube steckt bei meinem Auto ein Opel Kadett, er hat nur eine andere Karosserie)

Gut, es war Samstag mittag und ich hatte mir auch nicht wahnsinnig viel erwartet, aber das was mir wiederfuhr war bedenklich.

Aber eins nach dem anderen. Ich gehe rein. Ein Herr sitzt an einem Computer und würdigt uns nicht eines Blickes. Nach einem leisen Räuspern meinerseits steht er sichtlich genervt auf und schlurft zum Tresen. Als ich ihm mein Anliegen schildere merke ich sofort, wie er mich schon innerlich abgehakt hat. Nachdem ich geendet hatte, ist er gemächlichst in die hinteren Räumlichkeiten getrottet, um „mal nachzufragen“. Das dauerte ganze 20 Sekunden. Dann kam er wieder und hat mich gebeten, unter der Woche noch mal zu kommen, weil man dafür das Auto in die Werkstatt stellen müsse, wo der Spiegel mittels eines Spezialklebers wieder angeklebt werden könne.

Daraufhin fragte ich, ob es nicht einfach ein solches Klebepad gibt, dann könnte ich das selbst machen. Aber der Herr beharrte darauf, dass es nur in der Werkstatt mit dem Spezialkleber gemacht werden könnte und es diese Pads nicht gibt.

Dann ist eine Woche ins Land gestrichen, in der ich es leider aufgrund erhöhtem Arbeitsvolumens (a.k.a. Überstunden) nicht geschafft habe, mal kurz während der Werkstattöffnungszeiten vorbeizuschneien.

Heute (eine Woche darauf, wieder ein Samstag) bin ich eh mit dem Auto unterwegs gewesen und habe im nahen Dachau kurz beim ATU angehalten. Als ich den Laden mit meinem Innenspiegel in der Hand betrat, sah der Mann am Tresen diesen und begann darauf sofort unter dem Tresen zu kramen. Er winkte mich direkt zur Kasse und drückte mir ein geeignetes Klebepad in die Hand, erklärte mir auf Nachfrage, wie man es handhaben muss und kassierte den verschmerzbaren Betrag von 3,90€.

Das war höchst erfreulicher Service und ich war nach nicht mal 3 Minuten wieder aus dem Laden draussen. Hier habe ich mich richtig als König Kunde gefühlt, den man entgegenkommend, höchst freundlich und geduldig behandelt.

Völlig anders als beim Vertragshändler.