Schon wieder Amoklauf an US Uni

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, seit dem verheerenden Amoklauf an der Virginia Tech, da muss ich schon wieder von einem Amoklauf lesen.

Diesmal traf es die Northern Illinois University. Ein ehemaliger Soziologie Student platzte schwerbewaffnet (eine Schrotflinte und zwei Handfeuerwaffen) in eine Vorlesung und begann wahl- und ziellos auf die Studenten zu schiessen.

Dabei verletzte er 16 Studenten und tötete fünf. Letztenendes richtete er noch die Waffe gegen sich und erschoss sich.

Der Sicherheitsdienst der Universität, der zwei Minuten nach dem ersten Notruf / Schuss in dem Hörsaal eintraf konnte nichts mehr machen. Der Amokläufer lag schon tot im Hörsaal und stellte keine Gefahr mehr da.

Tja was soll man sagen. Es ist ne verdammt traurige Sache, das ganze mit den Amokläufen. Aber irgendwo is das Problem in den USA doch ziemlich hausgemacht. In Deutschland wird das Grundgesetz durch Bundesgesetze immer mehr eingeschränkt (vgl Vorratsdatenspeicherung, Fluggastdaten, …) erweitern die USA ihre Verfassung (bzw haben es schon vor längerer Zeit getan). So ist es in den USA ein “Grundrecht” eine Waffe zu tragen um sich verteidigen zu können.

Njo es war noch nie die Stärke der Amerikaner Konflikte gewaltlos zu lösen (vgl Vietnam, Irakkrieg , …), aber hier stolpern sie immer wieder über ihre eigenen Schnürsenkel. Durch dieses Grundrecht darf jeder noch so beschränkte Cowboy sich eine Waffe kaufen und benutzen (natürlich primär zum Selbstschutz, zur Jagd oder zum Zerstören von Büchsen/alten Autos/…).

Und gerade hier liegt in meinen Augen das Problem. Waffen werden einfach viel zu einfach ausgegeben. Es wird viel zu wenig kontrolliert, wer wie viele Waffen welcher Art hat. Und eine “Waffenbesitztauglichkeit” gibt es auch nicht. Wirklich _jeder_ kann eine Waffe kaufen.

Das da früher oder später Waffen in die Hände von Leuten kommen, die besser keine bekommen sollten, ist klar. Und das mit diesen Waffen Taten vollbracht werden, die besser nicht geschehen, ist leider Gottes auch abzusehen.

Meine Hoffnung liegt nun in den Präsidentschaftswahlen Ende dieses Jahres. Für mich sehen die Kandidaten dieses mal weniger wie Schimpansen mit Cowboyhut aus, weder optisch noch von ihren Wahlversprechen. (Ok, ok Wahlversprechen werden eh in den seltensten Fällen gehalten, aber sie klingen schon mal vernünftiger als alles, was der gute GWB im Vorfeld seiner Wahlen gesagt hat).

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