Ausflug nach Passau

Letzte Woche wurde ich gefragt, ob ich nicht mit nach Passau fahren will. Natürlich mit dem Bayern-Ticket der Bahn. Aufgrund der Tatsache, dass wir zu dritt unterwegs waren, kostet die Fahrt hin und zurück nur noch 9€. Und das lässt sich mit dem Auto u.a. wegen der dezenten Benzinpreise momentan sicher nicht bewerkstelligen.

Obwohl der Wetterbericht und die Aussichten über die Webcams nicht so wundervoll waren, haben wir uns um 9 auf die Socken gemacht und sind erstmal mit der Sbahn nach Freising gefahren. Von dort aus fuhr dann ein Regionalexpress direkt und in der angenehmen Zeit von knapp eineinhalb Stunden direkt nach Passau. 

Ungefähr auf halber Strecke (in Plattling um genau zu sein) stieg dann noch eine lustig-heitere Junggesellenabschieds-Gesellschaft zu uns in den Zug und hat fleissigst für Erheiterung gesorgt. Den Gesprächen zu lauschen war durchaus unterhaltsam, als da Sätze fielen wie: „Mädels…kennst du eine, kennst du alle!“ oder (lallend) „Ich kann nichts mehr trinken, ich muss nachher noch fahren.“

Das ist jetzt vielleicht noch nicht so unterhaltsam, aber die Bilder der Gesellschaft verbildlichen das ganze doch sehr.

Der, als Gockel verkleidete, Junggeselle
Der, als Gockel verkleidete, Junggeselle

Als wir dann in Passau ankamen, wartete der Ludwig schon am Bahnhof auf uns und wir haben uns direkt auf den Weg gemacht, um die wunderbar verwinkelte Altstadt anzuschaun.

Natürlich haben wir die meisten Sehenswürdigkeiten angeschaut und unser Führer hat uns auch ein klein wenig Hintergrundwissen mitgegeben, dass er als Einheimischer und Feuerwehrmann einem Otto-Normal-Touristen voraus hat.

Zum Beispiel, dass der Dom momentan mit einer speziellen Farbe gestrichen wird, die die anfälligen Kalksteine schützt, damit er nicht ständig von einem Gerüst verhüllt wird.

Ebenso erfuhren wir, dass es in Passau drei lokale Brauereien gibt, die teilweise sogar Eichenholzleitungen direkt von der Brauerei in die Innenstadt hatten.

In der Innstadt gibt es ein Kloster, das eine überdachte Treppe hat. Warum eine überdachte Treppe? Damit man die 300 321 Stufen auf den Knien hoch“gehen“ kann und Buße tun. Das macht man, indem man auf jeder der Stufen ein Ave Maria betet und dann weiter nach oben kraxelt.

Das Kloster mit der überdachten Treppe
Das Kloster mit der überdachten Treppe

Nachdem wir schön an der Inn-Promenade unsere Brotzeitpause gemacht hatten, trennten sich unsere Wege und die Astrid ist mit dem Ludwig zu ihm nach Hause gefahren (wo seine Mama wohl jede Menge Kuchen für die Gäste gebacken hatte, wovon wir allerdings nichts wussten, sonst hätten wir uns wohl nicht aufgetrennt).

Markus und ich sind noch ein bisserl durch die Stadt flaniert, haben ein Eis gegessen (in der Eisdiele, die uns als beste der Stadt empfohlen wurde) und noch ein Weißbier getrunken (man kann ja nich sagen, dass man in einer bayrischen Stadt war, ohne das man das lokale Gebräu probiert hat 🙂 ).

Dann haben wir uns auf den Weg zurück nach Hause gemacht. Leider Gottes haben wir keinen Regionalexpress wie bei der Hinfahrt erwischt, sondern eine Regionalbahn, die in wirklich jedem Dörfchen gehalten hat. Das erklärt wohl auch die fast eine Stunde längere Fahrtzeit.
So genug gelabert. Ich lasse jetz noch die wenigen Bilder die ich geschossen habe wirken. Dazu klickt ihr euch am einfachsten in die Galerie.

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