Ausflug 6: Krumau

Gestern waren wir mal wieder on the road. Diesmal nicht mit dem Zug (das Schüler Ferien Ticket gilt ja inzwischen nicht mehr), sondern mit dem Auto.

In Lohhof gings um kurz nach sieben in der früh los, mit halbvollem Tank, in Richtung tschechische Grenze, welche wir auch, mit inzwischen leerem Tank erreichten. Aber das war vollkommen beabsichtigt, denn in der Tschechischen Republik kann man sehr billig (verglichen zu den Preisen hier in Deutschland) für 1,13-1,17€ pro Liter Superbenzin tanken. Das haben wir auch direkt hinter der Grenze getan, um unsere Fahrt fortsetzen zu können.

Naja weiter ging es etwas … ööhm … ungeplant, weil wir aufgrund von etlichen chaotisch ausgeschilderten Baustellen in der Tschechei einmal falsch abgebogen sind, und somit auf eine spontane Routenplanung aus dem Atlas angewiesen waren. Aber ich muss sagen, dass es sich gelohnt hat, sich zu verfahren, weil wir so über sehr malerische Dorfstrassen die wunderschöne herbstliche Landschaft des Böhmerwaldes sehr intensiv zu sehen bekamen.

Nach längerer Fahrt (~80km) durch die schöne Landschaft, kamen wir dann letztenendes doch gegen mittag in Krumau (tschechischer Name der Stadt: Cesky Krumlov) an und suchten einen Parkplatz.

Krumau

Geschickterweise war direkt an diesem Parkplatz auch gleich noch ein sehr gemütliches Gasthaus, denn wir waren schon mächtig hungrig. Also liessen wir uns mit Cola, Schweinegulasch mit Böhmischen Knödeln (übrigens mit fies scharfen Zwiebeln dekoriert) und einem Kaffee hinterher bewirten. Als wir uns dann die Rechnung bringen liessen kam eine sehr positive Überraschung. 11€ für alles zusammen und wir waren beide satt geworden und es hat vorzüglich geschmeckt.

Gasthaus

So gestärkt marschierten wir los, um die zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende, Altstadt und die Stadtburg anzuschaun.

Die Altstadt ist wirklich herrlich verwinkelt gebaut und viele kleine Gässchen und Treppen führen zu immer neuen Häuschen, die einen direkt spüren liessen, das hier sehr viel geschichtliches stattgefunden hatte. Immer wieder muss man die Moldau überqueren. Nach einer kurzen Pause im Stadtpark suchten wir uns den Weg hinauf in die Stadtburg mit dem Stadtschloß.

Am ersten Eingang über eine Brücke, unter der auch heute noch Bären den Eingang zur Burg bewachen. Leider haben diese sich nicht blicken lassen 🙁 . Wir bestiegen den Burgturm (Eintritt 20 Tschechische Kronen für Studenten, das sind ungefähr 0,8€) und genossen das wunderbare Panorama und den Überblick über die Stadt.

Modell des Burgturmes

Wir marschierten immer weiter durch drei weitere Burginnenhöfe und erreichten dann das Schloss, welches erstaunlich weitläufig war und einen wirklich sehenswerten Schlossgarten hat, der sehr zum verweilen einlädt, was wir auch einige Zeit getan haben.

Schlossgarten

Aber langsam kam für uns die Zeit, an die Rückfahrt zu denken. Also sind wir zurück zum Auto getingelt und losgedüst. Diesmal haben wir die richtige Route entlang des Moldaustausees genommen und noch mal drei kurze aber obligatorische Zwischenstopps eingelegt. Den ersten an einem normalen Supermarkt, in dem wir eine Flasche Becherovka und einen Kasten original tschechisches Budweiser Bier (das ist nicht vergleichbar mit dem was man in Deutschland kaufen kann und schon gar nicht mit seinem amerikanischen Namensvettern) erstanden haben. Der zweite Zwischenstopp war (natürlich) bei einem der Vietnamesenmärkte kurz vor der Grenze. Hier erwarben wir noch ein paar Rucksäcke. Denn als Student hat man ja ein schweres Los zu tragen (Achtung Wortspiel!). Als drittes füllten wir den Tank unseres Autos noch einmal randvoll auf, denn Sprit is in Deutschland ja ein wahres Luxusgut geworden.

Nach 12 Stunden unterwegs und ca 540 zurückgelegten Kilometern kamen wir dann gegen 19Uhr wieder zuhause an.

Alle Bilder zum Ausflug finden sich natürlich im zugehörigen Album der Gallerie

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